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UNO fordert Weltwährung

Von Günter Hannich, Chefredakteur „Crash Investor“

Lieber Anleger,


während die Krise im Hintergrund weiter vor sich hinkocht und die Bevölkerung im Wahlkampf mit zweckoptimistischer Propaganda ruhiggestellt wird, wird international schon weitergedacht.
Wie die englische Zeitung Telegraph nun berichtete, fordert die UNO, allen voran Rußland und China, nun eine Weltwährung. Der Dollar solle durch eine internationale Währung ersetzt werden.
Daneben wird ein neues Bretton Woods System mit festen, kontrollierten Währungskursen gefordert.
Was sich auf den ersten Blick gut anhört und eine scheinbare Lösung verspricht ist in Wirklichkeit eine Katastrophe.

Feste Wechselkurse führen zum Währungscrash

Hätten alle Länder einen festen Wechselkurs zueinander, könnte kein Land mehr eine eigenständige, angepaßte Währungspolitik machen.
Die ganzen Währungskrisen der letzten 10 Jahre, angefangen von der Asien- über die Brasilien-, Rußland und Argentinienkrise sind genau deshalb entstanden, weil flexible Wechselkurse beseitigt wurden.
Nicht umsonst ist schon das alte Bretton-Woods Goldwährungssystem mit festen Wechselkursen Anfang der 70er Jahre zerbrochen. Bei flexiblen Wechselkursen, kann es keine Währungskrisen geben, weil der Wechselkurs sofort auf Änderungen der Wirtschaft reagiert und diese ausgleicht. Hat gar die ganze Welt nur eine Währung, dann wird es noch schlimmer.

Weltwährung bedeutet permanenten Krise

In diesem Fall hätten wir einen Super-Euro mit dann Super-Problemen. Schon der Euro in Europa hat massive Schwierigkeiten, weil nun die ehemaligen Schachwährungsländer innerhalb eines für sie viel zu harten Eurosystems konkurrieren müssen. Nicht umsonst wachsen die Auslandsschulden der ehemaligen Schwachwährungsländer massiv an und gingen in der jetzigen Finanzkrise die Zinsunterschiede innerhalb Europas extrem auseinander.
Eine nochmalige Krise wie zuletzt könnte für den Euro schon eine ernste Gefahr darstellen.
Noch viel schlimmer wäre es, gäbe es eine Weltwährung. Dann müßten die armen Ländern auf Grundlage einer für sie extrem harten Weltwährung mit den reichen Ländern konkurrieren, eine massive Verarmung würde überall einsetzen.

Leider haben Politiker nur selten eine Ahnung von Ökonomie. Deshalb wurden unsinnige Projekte wie die überstürzte Einführung der D-Mark in der ehemaligen DDR und der Euro verwirklicht. Da fehlt dann nicht mehr viel, daß dem ganze noch eins draufgesetzt wird und eine Weltwährung kommt.
Bei so viel Inkompetenz ist eines sicher: Es werden immer mehr, immer schlimmere Krisen kommen.
Bereiten Sie sich darauf vor!